Besenwirtschaften

Der Kraichgau ist auch für seine Besenwirtschaften bekannt. Andernorts tragen solche saisonal geöffneten Gastbetriebe auch Namen wie 'Straußen- oder Kranzenwirtschaft'. Gäste genießen dort regionale Küche aus selbst erzeugten Produkten gepaart mit guten Weinen. 

 

Alle Wirtschaften solcher Art haben auch gemeinsam, dass sie nur für bestimmte Zeiten im Jahr für ihre Gäste geöffnet haben. Doch woher kommt dieser Brauch, den wir alle so gerne genießen und urig beisammen sitzen?

 

Man glaubt es kaum aber dieser Brauch ist so alt wie der Kraichgau selbst. Einer der herausragendsten Könige des Abendlandes, Karl der Große hat bereits 800 Jahre n. Chr. dieses Regelwerk gesetzt. Karl der Große war nämlich damals kein König mit festem Wohnsitz. Ganz im Gegenteil. Er war ein König der kreuz und quer durch sein Reich zog. Er besuchte sozusagen seine Kurpfalzen. Immerhin mehr als 100 Stationen. Doch er kam nicht alleine. In der Regel folgt ihm ein Tross von ca. 1000 Menschen. Ein Hofstaat aus Mundschenken, Köchen und auch Jägern. Dieser Hofstaat musst versorgt werden und bald wurde Karl dem Großen bewusst, dass er durch ein Regelwerk Versorgungsengpässe entgegenwirken konnte. In seinen 'Capitulare de villis...' führte er 70 'Krongüterverordnungen' auf. Ein gelungenes Werk mit dem er fortan so gut wie alles in seinem Reich regelte.

 

Ein dieser Verordnungen erlaubte es Winzern, einen Teil ihres Weines im eigenen Haus auszuschenken. Über diesen Zeitraum musste das Haus mit einem Strauß, Besen oder Kranz gekennzeichnet werden. Bis heute sind Besenwirtschaften einigen dieser Beschränkungen unterworfen und genießen eine über 1200 Jahre alte Tradition. 

(Quelle: Planet Wissen, Capitulare de villis)

Mee wie schee

 

 

Der Name der Besenwirtschaft 'Guggugsnescht' kommt daher, dass in der Gegend die Neuenbürger 'Guggug' genannt werden. Der Besen von Bettina und Fritz Zorn wurde ein voller Erfolg und ist längst weit über den Kraichgau hinaus bekannt.

 

Die Familie Zorn ist sehr musikalisch. Beliebt und bekannt ist das Spiel auf dem Alphorn, dem Parforce-Horn, dem Dudelsack und der Gesang der Wirtsleute.

 

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